DiagnosticNews . November 2007 . Editorial

Der Jahresabschluss 2007

Dr. Kurt Schlotthauer

Lieber Leser,
wir nähern uns mit großen Schritten dem Jahresende 2007. Der Jahresabschluss, für dessen Erstellung innerhalb internationaler Gruppen ein immer enger werdender Zeitrahmen besteht, ist vorzubereiten. Dabei fällt der Bilanzabteilung bei der Muttergesellschaft eine wichtige Koordinierungs- und Planungsrolle zu. Den spezifischen Besonderheiten der verschiedenen ausländischen Beteiligungsgesellschaften ist nicht nur aufgrund der bestehenden Unterschiede in den Bilanzierungs- und Bewertungsregeln, sondern auch wegen anderer zeitlicher und steuerlicher Prioritäten Rechnung zu tragen. Um die zeitgerechte Erstellung des französischen Jahresabschlusses und seine Eingliederung in den deutschen Konzernabschluss sicherzustellen, ist auf eine Vielzahl von landestypischen Begebenheiten zu achten.

Es ist daher empfehlenswert, frühzeitig mit der Planung, Problemaufbereitung und Suche nach den definitiven Lösungsansätzen zu beginnen. Nicht zu vergessen sind hierbei immer wieder auch die kulturellen und psychologischen Unterschiede, die selbst bei so technischen Problemen wie der Bilanzerstellung von großer Bedeutung sind.

Die französischen handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsnormen nähern sich immer mehr den IFRS-Standards. Eine Umwandlung in dieses Normenwerk wird also zunehmend einfacher; damit erhöhen sich jedoch gleichzeitig die Unterschiede zum alten HGB. Auch die französische Steuerverwaltung, soweit sie nicht schon immer in ihrem ureigenen Ansatz dem IFRS-Approach nahe stand, folgt dieser Entwicklung.

Dieses Thema sowie weitere rechtliche/steuerliche Entscheidungen und Informationen aus dem französischen Wirtschaftsgeschehen sind Inhalt der vorliegenden Ausgabe.

Wir hoffen, Ihnen dabei einige Anregungen für Ihren täglichen Bedarf geben zu können.

Ihre DiagnosticNews-Redaktion
Dr. Kurt Schlotthauer
kschlotthauer@coffra.fr

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