DiagnosticNews . September 2007 . Steuerrecht
Reiche Ernte bei der französischen Vermögensteuer
Wesentliche Änderungen für 2008?
Die Vermögensteuer (ISF – „Impôt de Solidarité sur la Fortune“) für das Kalenderjahr 2006 – Abgabe- und gleichzeitig Zahlungstermin ist grundsätzlich der 15. Juni, lediglich steuerpflichtige Ausländer verfügen über einen späteren Abgabetermin – hatte wiederum einen einsamen Rekord zu verzeichnen. So war ein Anstieg von 17% sowohl bei der Anzahl der Steuerpflichtigen – sie erhöhten sich von 445.000 im Vorjahr auf 520.000 in 2006 – als auch beim Zahlungseingang, von 3,6 Mio. EUR auf 4,4 Mio. EUR in diesem Jahr, zu verbuchen.
Die „Rekordernte“ überrascht niemanden. Sie liegt im Wesentlichen in der derzeitigen Hausse bei den Immobilienpreisen und auf den Aktienmärkten begründet, beides Hauptfaktoren für die französische Vermögensteuer. Darüber hinaus werden von den Neuhinzugekommenen jeweils im ersten Jahr auf Anraten der Steuerberater zu niedrige Werte angesetzt, die in den Folgejahren entsprechend überproportional anzuheben sind – hieraus ergibt sich ein garantierter Schneeballeffekt für die Zukunft.
Grundsätzlich müsste sich diese Steuerquelle durch die neuen Erleichterungen von Präsident Sarkozy, wie der Abschlag von 30% (gegenüber bisher 20%) auf die Wohnsitzimmobilie, die Begrenzung der Einkommen-/Vermögensteuerbelastung auf 50% der Einkünfte (gegenüber bisher 60%) und die direkte Anrechnung von Investitionen bei Klein- und Mittelunternehmen auf die Vermögensteuer, drastisch verringern. Das tatsächliche Ausmaß dieses „Blumenstraußes“ von verabschiedeten Steuermaßnahmen bleibt abzuwarten.

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