DiagnosticNews . Mai 2007 . Editorial
Die „unbewusste“ französische Geschäftswertübertragung

- Dr. Kurt Schlotthauer
Lieber Leser,
die Globalisierung, der immer stärker werdende Wettbewerb und der
Kostendruck aus den Niedriglohnländern zwingen zu Rationalisierungsmaßnahmen.
Sämtliche Produktionseinheiten innerhalb einer Gruppe stehen ständig
unter Kontrolle hinsichtlich ihrer Produktivität. Die Verlagerung
von Fabriken und der Zusammenschluss mit anderen ausländischen Standorten
sind zum Tagesthema Nr. 1 geworden. Oft wird bei diesen betriebswirtschaftlich
dringend notwendigen Maßnahmen zu wenig auf die spezifischen französischen
Eigenheiten geachtet. Dies ist das Hauptanliegen unseres Artikels
zu der Problematik der „unbewussten“ Geschäftswertübertragung und
der sich daraus ergebenden steuerlichen Folgen.
Es ist nicht unsere Absicht, dem Hauptproblem, dem permanent bestehenden wirtschaftlichen Anpassungszwang, ein weiteres Problem an die Seite zu stellen. Vielmehr geht es darum, vorbeugend darauf hinzuweisen, um sich auf die französische Problematik besser einstellen zu können. Vieles kann nämlich durch eine andere Gestaltung, ohne den wirtschaftlichen Zweck aufzugeben, oder auch durch entsprechende Vorsorge, Dokumentationen, Gutachten etc. abgemildert werden.
In unseren Ausführungen zu den „Fonds de commerce“-Übertragungen haben wir bewusst auf handelsrechtliche, arbeitsrechtliche und eventuell sogar strafrechtliche Aspekte, die sich dabei ergeben können, verzichtet.
Viel Spaß bei der Lektüre und einige Anregungen für den täglichen Gebrauch wünscht Ihnen
Ihre Diagnostic News-Redaktion
Dr. Kurt Schlotthauer
kschlotthauer@coffra.fr

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