DiagnosticNews . Januar 2005 . Konjunktur

Französisches Handelsbilanzdefizit bis Ende November 2004

In acht von elf Monaten des Jahres 2004 lagen die französischen Einfuhren über den Exporten. Insgesamt war für diesen Zeitraum (Januar bis November) ein Defizit von 5,7 Mrd. € zu verzeichnen, nachdem für die gleiche Periode 2003 noch ein Überschuss von 1,5 Mrd. € erzielt worden war. Es wird nunmehr für das Gesamtjahr 2004 – zum ersten Mal seit 2000 – mit einem Handelsdefizit gerechnet.

Als Begründung werden von staatlicher Seite zum einen die hohen Erdölpreise und der starke Euro und zum anderen das anhaltende positive französische Kaufverhalten, insbesondere bei Einfuhren aus Asien für Informatik und Telefongeräte, genannt.

Für 2005 werden wiederum positive Zahlen erwartet. Es wird jedoch vom Finanzministerium angemerkt, dass Frankreich strukturell zu einem Gleichgewicht zwischen Ein- und Ausfuhrvolumen tendiere, im Gegensatz zu Ländern wie z.B. Deutschland, die permanent starke Handelsüberschüsse ausweisen, oder der USA, die hohe Defizite (561 Mrd. USD Ende November 2004) anscheinend nur wenig berühren.

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