DiagnosticNews . November 2004 . Konjunktur

Frankreichs Ausgaben weiter unter Kontrolle

Die letzten Steuerschätzungen bringen erfreuliche Nachrichten für Frankreichs Finanzminister. So dürfte sich die Neuverschuldung für das laufende Haushaltsjahr 2004 auf ca. 49,1 Mrd. € beschränken, gegenüber den ursprünglich geplanten 55,1 Mrd. €.

Die Gründe für diese positive Entwicklung sind vielseitig. Die französische Regierung versucht, die Steigerung der Staatsausgaben zu begrenzen. Die Ausgaben sind in den letzten 8 Monaten nur um 3,6% (6,6 Mrd. €) angestiegen, beschlossene Ausgaben in Höhe von insgesamt 7 Mrd. € wurden eingefroren und 1 Mrd. € sogar definitiv gestrichen. Die Ausgaben werden damit den ursprünglichen Etat-Planungen entsprechen.

Gleichzeitig sind die Steuereinnahmen gegenüber dem Vorjahr um 8,8% (12 Mrd. €) gestiegen. Das Wachstum und das anhaltend positive Konsumverhalten der französischen Haushalte führen im Vergleich zum Vorjahr zu Steuermehreinnahmen von 7,2% bei der Mehrwertsteuer und sogar 14,9% bei der Körperschaftsteuer. Insgesamt rechnet der Finanzminister mit nicht geplanten Steuermehreinnahmen von rund 5 Mrd. € bis zum Jahresende 2004.

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