DiagnosticNews . Februar 2004 . Konjunktur
Spektakulärer Anstieg der Unternehmenszusammenbrüche in Frankreich
7% waren erwartet worden, 11,7% sind es schließlich geworden. Um 11,7% ist die Anzahl der Unternehmenszusammenbrüche gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Damit ist der Anstieg im Jahr 2003 der stärkste seit 1992. Beinahe 48.000 Gesellschaften sind im Jahr 2003 verschwunden.
Die Zunahme an Ausfällen ist im Gastronomiegewerbe und in der Industrie, mit einem Anstieg von jeweils mehr als 17%, am stärksten gewesen. Besonders betroffen waren die Industriestandorte im Norden Frankreichs um Lille und im Rhône-Tal (Lyon, …) mit einer Zuwachsrate von 20%.
Im Wesentlichen sind es die Mittelständler, die oftmals unter dem zunehmenden Kostendruck der größeren Konzerne zusammenbrechen. Bezeichnenderweise ist die Anzahl der „Großpleiten“ im Gegensatz zum allgemeinen Trend 2003 sogar zurückgegangen. 149 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 15 Mio. EUR sind 2003 verschwunden. 2002 waren es noch 173 gewesen. Allgemein wird für 2004 mit einer Stagnation bei den Konkursfällen gerechnet. Statistisch gehen erst ab einem Wachstum von 1,8% des BIP in Frankreich die Unternehmenszusammenbrüche wieder zurück.

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