DiagnosticNews . Dezember 2003  . Wirtschaft

Weiterer Anstieg der Konkurse in Frankreich

Im ersten Halbjahr 2003 sind in Frankreich insgesamt 24.810 Unternehmen in Konkurs gegangen; davon betroffen waren Unternehmen aller Größenordnungen, aus allen Branchen und geographischen Regionen. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2002 ist ein Anstieg von 24% festzustellen. Dabei stehen die Unternehmen aus der Hightech-Branche, die noch vor einigen Monaten den größten Anteil bei den Insolvenzen darstellten, nicht mehr alleine. Insbesondere im Bereich Handel, der bisher von Insolvenzen größtenteils verschont blieb, stieg die Anzahl der Konkurse um 5%. Aber auch andere Branchen, wie der Dienstleistungssektor mit einer Zunahme der Insolvenzen von 3%, die Gastronomie und der Immobiliensektor mit jeweils +9%, das Transportwesen +11% und die Industrie +12%, gehören zu den Geschädigten. Am stärksten ist jedoch die Bauwirtschaft betroffen +16%. Viele neu gegründete Unternehmen mussten vor Abschluss ihres 3. Geschäftsjahres die Bilanz niederlegen.

Im Großraum Paris gingen die Insolvenzen zwar im ersten Halbjahr 2003 um 9% auf 5.635 zurück, machen aber immer noch mehr als ein Viertel aller Unternehmenszusammenbrüche aus. Sieht man von Paris einmal ab, so stieg die Anzahl der Insolvenzen in den übrigen Gegenden um durchschnittlich 15%. Dabei schließt das Elsass, mit einem Zuwachs von 24%, überdurchschnittlich schlecht ab. Die schwache deutsche Konjunktur ist hierfür durchaus mitverantwortlich.

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